Letzte Änderung: 1. März 2005
 
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  Smokey Two & Country Swingers in Frankreich
 
  Echo zum Auftritt in Frankreich

Smokey Two & Country Swingers in Frankreich (Bericht von Gerhard Meidl)
 

Freitag, 15.08.2003
Gleich nach den geforderten Zugaben bei der Open-Air-Veranstaltung in Wolfern am Donnerstag, 14.8.2003, wird um 1:00 Uhr früh die Anlage abgebaut und ab geht es Richtung München zum Flug nach Toulouse. Bei der Ankunft am späten Freitag Vormittag werden wir schon von unserer Betreuerin Monique und zwei Chauffeuren erwartet. Nach fast einstündiger Fahrzeit erreichen wir das Festivalgelände im Ortszentrum von Prat Bonrepaux.Ein perfekt organisiertes Festival kündigt sich an: Die riesige Bühne, ausgestattet mit überaus professioneller Ton- und Lichttechnik, beherrscht den Platz. M. Jacques Naud, Organisator und Moderator des Festivals, empfängt uns freundlich und lädt uns gleich zum 4gängigen Mittagessen ein. Wir essen mit schon ziemlich schweren Augenlidern. Schließlich sind wir bis auf ein Nickerchen im Auto schon fast 30 Stunden wach. Der Rest des Tages dient der Erholung.
Das Hotel ist in Salies du Salat, ca. 15 Fahrtminuten entfernt. Halbwegs ausgeschlafen entschließen wir uns zu einem abendlichen Spaziergang und erkunden die Umgebung und die dort angesiedelten Lokale. Obwohl der erste Abend des Festivals sehr interessant wäre – wir sind einfach zu müde:
19:00 Uhr: Truckstop (F), 20:45 Uhr: Pat Sacaze and Swing Cajun (F), 22:30 Uhr: Hog Walley Stompers (E), 00:15 Uhr: Billy Bros Orchestra (I)

Samstag, 16.08.2003
Ausgiebiges Frühstück im Hotel. Am späten Vormittag sitzen wir auf der Hotelterrasse und proben noch einmal die vier-/fünfstimmigen Chorsätze, Arrangements und den Ablauf unseres 90minütigen Showprogrammes. Um 13:30 Uhr werden wir abgeholt – Mittagessen und
Soundcheck stehen auf dem Programm. Danach ist noch Zeit zum Rasten im Hotel, zum Duschen und Umziehen. Leider verpassen wir dadurch den Auftritt der ersten Band des Abendprogrammes GASOIL (F), die es schon geschafft hat, die Country-Fans auf Touren zu bringen.
Von 20:45 bis 22:15 gehört die Bühne THE HURRICANES (E). Die fünf jungen Spanier begeistern mit kraft- und gefühlvollem Country-Rock, vor allem die Solisten (Harp und E-Gitarre) sind Spitzenmusiker. Auch der Leadsänger beeindruckt mich mit angenehmer Stimme und akzentfreiem Englisch.
Neben etlichen (mir) unbekannten, sehr guten Instrumentalarrangements sind auch ein paar altbekannte Songs wie "Hey good looking" oder "Lay down Sally" zu hören. Das Publikum tobt, fordert Zugaben (interessante Instrumentalversion von "Roll in my sweet baby’s arms") und wird so richtig heiß fürs nächste Set.
Von 22:30 – 24:00 Uhr sind wir an der Reihe.

SMOKEY TWO & COUNTRY SWINGERS:
Dixieland Delight, Callin’ Baton Rouge, All I ever need is you, Chattahoochee, County Fair, What do I do with me, The Rose, I saw the light (a-capella, fünfstimmig), Hey good looking, Find out what’s happening, These boots are made for walking, GI Blues, The devil went down to Georgia, I’ll take the memories, Always on my mind, Stand by your man, Sold, The Auctioneer, Orange Blossom Special (beim abschließenden Instrumentalteil kann sich Christian an der Fiddle richtig austoben: ob Havah Nagila, Bernstein’s America, der Can Can oder Vivaldi – alles wird eingebaut). Wir verabschieden uns beim Publikum, danken dem Veranstalter und der hervorragenden Technik-Crew von JMSON. Kaum sind wir von der Bühne herunten, werden wir schon wieder hinaufgeholt. Das Publikum will Zugaben – solche Wünsche erfüllen wir gerne: Thank God, I’m a country boy, Get back to the country und mit Sweet home Alabama ist dann aber wirklich Schluss! Merci beaucoup, au revoir et laissez les bon temps rouler! Ehrlich gesagt : Bei der Stimmung hätte ich gerne noch viel länger weitergemacht. Aber schließlich sind wir nicht alleine hier - der Hauptact des Festivals scharrt schon in den Startlöchern!
Am Weg zum CD-Stand strecken sich uns viele erhobene Daumen entgegen, klopfen uns Hände anerkennend auf die Schultern. Alle mitgebrachten CDs sind verkauft – wir schreiben fleissig Autogramme und genießen die freudige Atmosphäre.
Währenddessen startet der Hauptact auf der Bühne: RONNIE HAYWARD (Gesang, Upright Bass) aus Kanada, begleitet von FOUR WHEEL DRIVE aus Holland (Joost van Es, fiddle, mandoline - Jan Michielson, guitar – Michel Jansen, dobro). Es folgt ein hervorragender Vortrag von authentischer Country Musik. Von den 29 Songs stammen 25 aus der Feder von Ronnie Hayward, unter anderem Crazy me, You hound ya lie, und Lieder aus seinem neuesten Album (dem 8.) „The Lonely One in Town“, das vom Grindstone Magazin, Los Angeles vertrieben wird. Darunter gemischt ein paar Hank Snow-Nummern und der Okie-Boogie von Jack Guthrie (einem Cousin von Woody). Leider beginnt der Großteil des Publikums früh abzuwandern.Natürlich ist es schon nach Mitternacht, aber ich finde es schade. An der Qualität kann es nicht gelegen sein. Wir genießen mit den wenigen ausharrenden Musikliebhabern den Ausklang eines wunderschönen Festivals im Süden Frankreichs

Die Steyrer Rundschau widmete am 4. September 2003 unserem Frankreich-Gastspiel folgenden Bericht (hier als pdf downloaden)!

MERK-WÜRDIGES:
Leider hat es mit der Frankreich-Reise gar nicht so gut begonnen. SEPP JÄGERMÜLLER (steelguitar) musste krankheitshalber zu Hause bleiben. Mittels SMS hat er uns kurz vor unserem Auftritt noch die besten Wünsche übermittelt. Danke Sepp - auch wir haben an dich gedacht und wünschen gute und schnelle Besserung!
OTHMAR am Flughafen München: „Wenn man hier englisch reden müsste, würde man sagen: To Tou-louse (22louse). Wenn zwei fliegen wollen: Two to Toulouse (222louse). Wenn dann noch ein Pärchen kommt: Two to Toulouse too (222louse2)”. Darauf Gerhard: “We got nothing to loose”.
Unsere Betreuerin Monique wollte immer englisch mit uns reden - und hatte ihre liebe Not damit. Französisch ging es besser. Aber auch die Namen! Monique wollte wissen, wie man ZSOLT ausspricht. Er darauf: Wie Jalousie.
„Ich habe die Leute gesehen“ als Übersetzung von „I SAW THE LIGHT“ stammt nicht von Monique - nein, sie spricht nicht deutsch.
Eine der längsten RÜCKMELDUNGEN gleich nach unserem Auftritt: „Good job! Die einzige weibliche Hauptstimme des Festivals hat voll gepunktet. Man merkt auch, ihr habt System. Super Arrangements, herrliche Stimmen, einen Multiinstrumentalisten in den Reihen, und Euer Fiddler ist ein mo.....fu..... Das war der Hauptact 2003.“ (sorry für die Zensur- es könnten auch Kinder lesen, Anmerkung des Berichterstatters).
Und das schönste KOMPLIMENT: „Bis bald - ihr werdet bald wieder von mir hören.“ (Jacques Naud)
FOUR WHEEL DRIVE (NL) haben voriges Jahr das EWOB gewonnen und haben mir gleich voll Respekt und Anerkennung von den österreichischen Bluegrassern erzählt, die sogar für amerikanische Verhältnisse zur Spitzenklasse zählen: NUGGET. An der Stelle liebe Grüße von den Holländern an Helmut, Katharina & Co.
Die mehr als halbstündige VERSPÄTUNG beim Rückflug kam dadurch zustande, dass wegen einiger sperriger Gepäckstücke im Laderaum des kleinen Fliegers neu geschlichtet werden musste. Weil manche Mitreisende Riesen-Koffer, Kinderwagen und Ähnliches mitnahmen, hätten beinahe drei unserer Gitarren nicht mehr Platz gehabt. Uuups.

Das war's von den COUNTRY SWINGERS: Paul Hofstadler (Gesang, Bass), Christian Wirth (Fiddle, Mandoline, Gesang), Andreas Neubauer (Piano, Akkordeon, Harp, Bass, Gesang), Zsolt Pap (Gitarren), Othmar Hametner (Schlagzeug); in Frankreich krankheitshalber leider nicht dabei: Josef Jägermüller (Pedal steel, Gitarre, Gesang)
und von SMOKEY TWO: Loni Meidl (Gesang), Gerhard Meidl (Gesang, Gitarre)

KEEP IT COUNTRY - ET LAISSEZ LES BON TEMPS ROULER (LET THE GOOD TIMES ROLL)!
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Echo zum Auftritt in Frankreich: „Ein erstklassiges Konzert gestern abend in Prat Bonrepaux (Festival Country-Rock) zusammen mit Smokey Two! Nochmals Danke!“
Diese Nachricht von Michael S. Pravikoff aus Frankreich ist auf der Homepage der Country Swingers (www.countryswingers.com) eingegangen. Von ihm stammt auch der Bericht vom 17.08.2003 auf der Homepage des Honky Tonk Pessac Clubs http://newcountrydance.com (auf der übrigens auch mehr als hundert Fotos des Festivals zu sehen sind):
 
Ein donnerndes Programm und der Donner hat gegrollt, aber nicht bösartig und nicht lange. Als Nahrung für die ausgetrocknete Erde war schon ein bißchen Regen notwendig.Zwei erfreuliche Tage mit einer vortrefflichen Stil-Vielfalt. Und einem Rahmenprogramm mit sehr guten Gruppen, unter anderen auch unsere Freunde, die „Arkansas Travellers“ sowie einer vortrefflichen Eröffung am Sonntag abend mit „Gasoil“, die schnell so manchen Regenguß am Beginn des Abends vergessen ließen. Glücklicherweise haben die Festival-Mitarbeiter die aufgeweichte Tanzfläche sehr wirksam gereinigt!!! Ein Samstag vormittag, an dem unsere in Hochform befindliche Francoise mehr als hundert Personen (ich habe einmal beinahe 120 Tänzer gezählt) fünf Tänze beigebracht hat. Überflüssig zu sagen, dass fürs nächste Jahr eine Vergrößerung der Tanzfläche notwendig ist. Ich habe zwei Gruppen mit sehr hohem Niveau in guter Erinnerung (Gratulation an die Organisatoren für ihre Wahl!). Die erste hat den Freitag abend abgeschlossen: das „Billy Bros Orchestra“ aus Italien. Freilich, es war keine Country-Musik, aber ihre Swingstücke der 30er bis 50er-Jahre mit neapolitanischem Touch haben den Publikumsgeschmack bestens getroffen. Ihre Kostüme, ihre Show, die Qualität der Instrumentalisten (Kontrabass, Trombone, Bariton-, Tenor- und Altsaxophon, Trompete, Klavier, Schlagzeug) und der Stimmen haben die Zuhörer begeistert.Am Samstag waren es die „Country Swingers“ aus Linz in Österreich, zusammen mit „Smokey Two“ (einem Ehepaar) die uns bezaubert haben. Sei es mit ihren Coverversionen von Brooks and Dunn, Garth Brooks, Alan Jackson, Chris LeDoux, mit der a-cappella Interpretation von „I saw the light“, mit einer tollen Version des „Orange Blossom Special“ mit eingefügtem „Havah Nagila“, „French Can Can“, Mozarts „Kleine Nachtmusik“, die das ganze Können des Geigers in den Vordergrund stellte, oder mit der Interpretation von „Sold“ mit einer sprachlichen Virtuosität von Smokey Two im Aufrufen der Versteigerungsgebote oder mit der letzten Zugabe „Sweet Home Alabama“.Kurz, zwei viel zu kurze Tage an denen alle, die sich „ausgetobt“ haben, Musiker, Tänzer und Nichttänzer die Motivation gefunden haben im nächsten Jahr wieder zu kommen!  

Un programme du tonnere et le tonnere a grondé, mais pas méchamment et pas longtemps ! Il y avait bien besoin d’un peu de pluie pour nourrir la terre assoiffée.Deux jours de bonheur avec une excellente diversité de styles. Et des concerts off avec de très bon groupes dont nos amis les « Arkansas Travellers » ainsi qu’une ouverture de grande classe le dimanche soir avec « Gas Oil » qui a vite fait oublier les quelques déversements aquatico-nébuleux de début de soirée. Heureusement que les services du staff du Festival sont efficaces en matière de nettoiement d’une scène détrempée !!!Un samedi matin avec cinq danses apprises à plus d’une centaine de personne(J’ai compté meme une pointe à près de 120 danseurs) par notre Francoise en pleine forme. Inutile de dire qu’il faudra agrandir le plancher l’an prochain.J’ai retenu deux formations de très haut niveau (félicitations aux organisateurs pour leurs choix !). La première a clos la soirée de vendredi : le « Billy Bros Orchestra » venu d’Italie. Bien sur, ce n’était pas de la country, mais leurs reprises des morceaux de swing des années 30 aux années 50 avec la touche napolitaine ont été de grands instants de communion avec le public. Leur costumes, leur jeu de scène, la qualité des instrumentistes (contrabasse, trombonne, saxos baryton, ténor et alto, trompette, clavier, batterie) et des voix ont enchanté l’assistance.Samedi, c’est le groupe « Country Swingers » venu de Linz, en Autriche dans le Land de Steyr, auquel s’étaient joint « Smokey Two » (mari et femme) qui nous ont éblouis, que ce soit dans les reprises de Brooks and Dunn, de Garth Brooks, d’Alan Jackson, de Chris LeDoux, dans l’interprétation « a cappella » de « I Saw The Light » ou dans une version endiablée de « Orange Blossom Special » matinée de « Hava Naguila », « French CanCan », de Mozart (« Die kleine Nachtmuzik », la petite musique de nuit) mettant en exergue tout le talent du violoniste, ou dans l’interprétation de « Sold ! » avec une virtuosité verbale de Smokey Two dans l’appel aux enchères ou dans le final reprenant « Sweet Home Alabama ».Bref, deux jours trop courts pendant lesquels tous se sont « éclatés », musiciens, danseurs et non-danseurs et ont trouvé la motivation à revenir l’an prochain ! MSP

Übersetzung: Gerhard Meidl

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